Stuttgart (ots) - E-Plus wird voraussichtlich von Telefónica
Deutschland (O2) übernommen. Deutschland hätte dann nur noch drei statt
vier Netzbetreiber im Mobilfunk, der Wettbewerbsdruck dürfte abnehmen.
Den hat bisher vor allem E-Plus mit immer neuen Preissenkungen erzeugt,
weil dessen Deutschland-Chef so den Marktanteil erhöhen wollte. Dieser
schnellt nun durch die Fusion
mit O2 in bisher unerreichbare Höhen, weitere Sonderangebote für neue
Kunden dürften entbehrlich werden. Der Preisrutsch am Mobilfunkmarkt
wäre vorerst beendet. Die Deutsche Telekom und Vodafone bekämen eine
Verschnaufpause.
Doch auch O2 und E-Plus profitieren von dem
Zusammenschluss. Sie können ihre Netze zusammenlegen und gemeinsam
ausbauen. Damit sparen die Unternehmen
etliche Milliarden, wenn auch nicht sofort. Von einem gemeinsamen Netz
werden vor allem E-Plus-Kunden profitieren, die bisher nicht überall mit
ihrer Verbindung zufrieden sind.
Für die Beschäftigten bedeutet
der geplante Zusammenschluss definitiv nichts Gutes. Ein gemeinsames
Unternehmen benötigt nur eine Vertriebsmannschaft, eine Verwaltung und
ein Serviceteam. Einige Tausend Arbeitsplätze werden wegfallen.
Düsseldorf muss wohl auf die Zentrale von E-Plus verzichten, denn O2
sitzt in München. Beide Unternehmen werden viel Geld, Energie und Zeit
brauchen, um zusammenzuwachsen.
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