Dienstag, 30. Juli 2013

c't Security: Maßnahmen gegen die Totalüberwachung

Hannover (ots) - 25. Juli 2013 - Gegen NSA und Prism ist kaum ein Kraut gewachsen. Mit der richtigen Anleitung und entsprechenden Programmen macht man es Angreifern allerdings schwer, auf Rechner, E-Mails und persönliche Daten zuzugreifen. Auch auf dem Smartphone kann man fremden Zugriff und Datensammelwut einschränken, erklärt das aktuelle Sonderheft c't Security, das ab 29. Juli im Handel ist.

Wer Smartphone und Tablet vor neugierigen oder gar kriminellen Mitmenschen schützen möchte, sollte das Gerät zuerst mit einer Code-Sperre sichern. Dabei verzichtet man lieber auf Gesten-Entsperrung oder Gesichtsabgleich. Besseren Schutz bietet nach wie vor ein Passwort. "Da muss man seinen eigenen Kompromiss zwischen Komfort und Sicherheit finden", erläutert c't-Experte Jürgen Schmidt. Ob und wie neugierig Apps persönliche Daten abgreifen, findet man etwa mit Hilfe von Bitdefender Clueful heraus. Für Android gibt's die kostenlose Clueful-App bei Google Play, iPhone- und iPad-User müssen den Namen der App in die Clueful-Webseite eintippen. "Man kann Webdiensten aber auch einige Datenquellen entziehen, indem man statt der App die Mobil-Website benutzt", sagt Schmidt. Das Sonderheft erklärt, wie man sein Smartphone mit wenigen Handgriffen gegen Angriffe aller Art schützt.

Schlimmer als der Verlust des Geräts ist oft das Abhandenkommen der darauf gespeicherten Daten. Vom Handy-Speicher sollte man deshalb regelmäßig Sicherheitskopien machen. Wurde das Gerät gestohlen, sollten Anwender unbedingt die Fernlöschfunktion nutzen und damit die eigenen Daten und Inhalte vom Gerät entfernen.

Mehr zum Thema NSA, Prism und digitale Sicherheit hat die c't-Redaktion auf 170 Seiten im aktuellen Sonderheft c't Security zusammengefasst. Dem Heft liegt eine Live-DVD mit einem Rundumschutz-Paket bei: Desinfec't spürt Viren und Malware auf und entfernt sie vom System; c't Surfix schafft eine sichere Umgebung beim Surfen im Netz und c't Bankix ist ein speziell für das Online-Banking angepasstes und abgesichertes Linux-System. c't-Security-Leser können außerdem mit dem Premiumangebot von JonDonym kostenlos anonym surfen.

Freitag, 26. Juli 2013

E-Plus und o2: Rückschlag für den Wettbewerb

Stuttgart (ots) - E-Plus wird voraussichtlich von Telefónica Deutschland (O2) übernommen. Deutschland hätte dann nur noch drei statt vier Netzbetreiber im Mobilfunk, der Wettbewerbsdruck dürfte abnehmen. Den hat bisher vor allem E-Plus mit immer neuen Preissenkungen erzeugt, weil dessen Deutschland-Chef so den Marktanteil erhöhen wollte. Dieser schnellt nun durch die Fusion mit O2 in bisher unerreichbare Höhen, weitere Sonderangebote für neue Kunden dürften entbehrlich werden. Der Preisrutsch am Mobilfunkmarkt wäre vorerst beendet. Die Deutsche Telekom und Vodafone bekämen eine Verschnaufpause.

Doch auch O2 und E-Plus profitieren von dem Zusammenschluss. Sie können ihre Netze zusammenlegen und gemeinsam ausbauen. Damit sparen die Unternehmen etliche Milliarden, wenn auch nicht sofort. Von einem gemeinsamen Netz werden vor allem E-Plus-Kunden profitieren, die bisher nicht überall mit ihrer Verbindung zufrieden sind.

Für die Beschäftigten bedeutet der geplante Zusammenschluss definitiv nichts Gutes. Ein gemeinsames Unternehmen benötigt nur eine Vertriebsmannschaft, eine Verwaltung und ein Serviceteam. Einige Tausend Arbeitsplätze werden wegfallen. Düsseldorf muss wohl auf die Zentrale von E-Plus verzichten, denn O2 sitzt in München. Beide Unternehmen werden viel Geld, Energie und Zeit brauchen, um zusammenzuwachsen.